Fachliche Informationen - Infektionen

Infektionen im Fachbereich der Frauenheilkunde

Infektionserkrankungen haben auch heute noch trotz vielfältiger Behandlungsmöglichkeiten nicht an Bedeutung verloren. Teilweise werden diese in ihren Auswirkungen deutlich unterschätzt.

Das Problem um die HIV-Infektionen in allgemein bereits gut bekannt. Ein Schutz vor Ansteckung durch die Nutzung von Kondomen sollte bekannt sein.

Auf dieser Seite wird auf weniger bekannte, jedoch wichtige Infektionen eingegangen:

Humane Papilloma-Viren

Die Gruppe der Humanen-Papilloma-Viren umfasst mittlerweile eine sehr große Zahl verschiedener Subtypen, die im Charakter von "harmlos" bis hin zu "krebserregend" einzustufen sind. Diese Infektionen haben ein unterschiedliches klinisches Erscheinungsbild.

Feigwarzen (Kondylome) entstehen auf der Basis vom Typ HPV-6 oder 11, Karzinome im Bereich des Muttermundes weisen oft die Typen 17, 18 und/oder 33 auf. Die Infektionen werden hauptsächlich durch Sexualkontakt übertragen.

Wichtig ist die regelmäßige Teilnahme an der Krebsvorsorge, der Zellabstrich und die Lupenbetrachtung des Muttermundes (Kolposkopie) kann Hinweise auf das Vorliegen einer solchen Virusinfektion geben. Auf Wunsch kann eine entsprechende Spezialuntersuchung zur Virusbestimmung durchgeführt werden.

Zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr bieten die Krankenkassen eine Schutzimpfung gegen HPV Typ 6,11 und 17,18 an. Diese Impfung senkt das Risiko an der Erkrankung Muttermundshalskrebses.

Chlamydien

Chlamydieninfektionen sind problematisch, da sie oft nur mit unspezifischen leichten bis mittelgradigen Bauchbeschwerden und Ausfluss einhergehen, in den Genitalorganen jedoch zu Entzündungen führen, die oft mit schweren Verwachsungen von Darm, Eileitern und Gebärmutter verbunden sind.

Ein Verschluss der Eileiter ist möglich, dadurch bedingt entsteht eine Sterilität. Diese Infektion wird fast ausschließlich über Sexualkontakt übertragen. Über entsprechende Tests ist ein Erregernachweis in der Praxis möglich. Eine rechtzeitige Behandlung kann die bereits genannten schwerwiegenden Komplikationen vermeiden.

Seitens der Krankenkassen wird Patientinnen zwischen 15 und 25 Jahren einmal jährlich ein Test zum Ausschluss einer Chlamydieninfektion angeboten. Das notwendige Untersuchungsmaterial erhalten Sie in unserer Praxis.

Toxoplasmose

Diese Infektion spielt in der Frauenheilkunde im Bereich der Geburtshilfe eine bedeutende Rolle. Wird eine schwangere Frau in der Frühschwangerschaft infiziert, kann der Erreger ab der 16. Schwangerschaftswoche auf das ungeborene Kind übertreten und zu Schädigungen des Zentralnervensystems beim Feten führen.

Es wird zu einem Test zu Beginn der Schwangerschaft angeraten, um festzustellen, ob Antikörper als Nachweis für eine Immunität bestehen. Bei Nachweis einer akuten Toxoplasmose besteht die Möglichkeit der spezifischen Behandlung.